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Münchner Friedensbündnis
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Münchner Friedensbündnis

Herrn
Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg
Bundesministerium der Verteidigung
Staufenbergstr. 18
10785 Berlin

München, 22.11.2009


Sehr geehrter Herr Bundesverteidigungsminister,


im Dezember wird die Bundesregierung über den weiteren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan entscheiden. Wir nehmen empört zur Kenntnis, dass das Kabinett bereits im Vorfeld dieser Abstimmung beschlossen hat den Einsatz zu verlängern.

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung will das Ende des Krieges, denn nach acht Jahren Krieg wird Afghanistan mehr denn je von Anschlägen und Kampfhandlungen heimgesucht. Es herrschen infolge der militärischen Intervention und einer von der Nato protegierten Regierung: Korruption, Rechtlosigkeit und Willkür. Eine weitere Unterstützung dieses Regimes wird nicht zu einer Verbesserung der Verhältnisse führen. Der offene Brief von Matthew Hoh: „Ich sehe keinen Sinn mehr“ an Nancy Powell ( DIE ZEIT vom 12.11.09) zeigt sehr deutlich, wie die Situation in diesem Land ist.

Die einzige Rettung für Afghanistan ist ziviler Wiederaufbau. Dieser Aufbau kann nicht über das Militär organisiert werden. Es müssen neue Konfliktlösungsmaßnahmen mit der ortsansässigen Bevölkerung entwickelt werden. Voraussetzung für den Erfolg ist die Einbindung der Menschen und die Frage nach ihren Wünschen und Vorstellungen. Krieg und Soldaten brauchen sie bestimmt nicht.

Das Münchner Friedensbündnis wird die Handlungen eines bayerischen Verteidigungsministers besonders beobachten und begleiten. Wir erwarten von Ihnen christliche und soziale Entscheidungen.

Mit freundlichen Grüßen

Münchner Friedensbündnis


i. A.
Brigitte Obermayer



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