Münchner Friedensbündnis  - c/o Friedensbüro e.V., Isabellastr. 6, 80798 MünchenMisstraut der Kriegspropaganda !
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Gruppe "Öffentliche Aufforderung zum gewaltfreien Widerstand gegen Rüstung und Krieg"
 
Diesen Namen trägt die ehemalige Gruppe "Öffentliche Aufforderung zur Blockade", seit der Abzug der Pershing II-Raketen aus der Bundesrepublik sie 1988 vor neue Aufgaben stellte.
 
Wir verstehen uns selbst als Teil der Friedensbewegung und unterstützen andere Friedensinitiativen durch Teilnahme an Mahnwachen nd Demonstrationen. In unserer Gruppe spielen Herkunft, Beruf, Konfession, Geschlecht und Alter keine Rolle. Wir erproben auch miteinander friedliche Konfliktlösung. Jede und jeder von uns handelt in eigener Verantwortung.

Etwa alle 8 bis 10 Wochen treffen wir uns.
 
Wir wollen über lokale Gerichtsverfahren wegen Verstosses gegen § 111 des Strafgesetzbuches (Aufforderung zu einer Straftat) die mediale Öffentlichkeit erreichen. Wir wollen auf militaristische Politik, die Gewaltstruktur unserer Gesellschaft und besonders die fragwürdige Rechtsprechung, die friedliche Demonstranten verurteilt, aufmerksam machen.
 
Zu unserer Geschichte: Da die Prozesse gegen BlockiererInnen des Mutlanger Pershing-Depots in Schwäbisch Gmünd oder Ellwangen stattfanden, forderten wir in und um München mit Flugblättern zu Sitzdemonstrationen auf. Die Aufforderung wird wie die Tat bestraft. Weil der "Tatort" den Ort des Verfahrens bestimmt, konnten wir so die Gerichte und die Öffentlichkeit am Wohnort erreichen. In den Prozessen machten wir deutlich, dass die Herstellung und Lagerung von Massenvernichtungsmitteln durch nichts zu rechtfertigen sind - vom Einsatz ganz abgesehen.

Um die Bevölkerung direkt über den Umgang des Rechtsstaates mit gewaltfreien RüstungsgegnerInnen zu informieren, machten wir vom 14.3.88 bis 1.2.92 mit fast täglichen Mahnwachen in der Fußgängerzone auf die fast zweihundert zu Gefängnisstrafen verurteilten "Straftäter" der Friedensbewegung aufmerksam.
 
Heute werden diese Menschen - nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 10.1.95 - in fast allen Bundesländern rehabilitiert. Nicht so in Bayern, dessen Justizminister dies Urteil nicht interessiert. Das heißt für uns: Wir müssen uns die Umsetzung des Urteils des höchsten deutschen Gerichtes erstreiten. Inzwischen haben zwei von uns Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt.
 
Außerdem fordern wir mit Flugblättern auf
 

 
Kontaktadressen: