Pressemitteilung - Protest gegen Absagen und Zensur beim Zamanand

Pressemitteilung -

Protest gegen die Absage der Infostände der SDAJ und der Leserinitiative der „jungen Welt" beim Zamanand-Festival, 19./20.08.2023

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Münchner Friedensbündnis, das Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus, die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, die Freidenker München und die Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung

haben in einem Brief an die Veranstalter des Zamanand-Festivals gegen  die Absage der Infoständ der SDAJ und der Leserinitiative der „jungen Welt"  protestiert, die an unserem gemeinsamen Stand „Frieden jetzt“ beteiligen wollten. 

Die "Zamanand"-Veranstalter begründeten ihre Absage damit, dass „Sozialistische Deutsche Arbeiter Jugend - SDAJ“, die auch die "UZ" anbieten wollte, aus dem Umfeld der Deutschen Kommunistischen Partei stammt und ebenso wie die „junge Welt" vom Bundes- bzw.  Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet wird. Dass beide Gruppen Beobachtungsobjekte des Verfassungsschutzes sind, ist kein Beweis für die vom Veranstalter unterstellte „verfassungsfeindliche Ausrichtung“. Besonders diffamierend ist es, dass der SDAJ ein "fehlendes Bekenntnis zur Gewaltfreiheit" vorgeworfen wird, obwohl es nicht die geringsten Anhaltspunkte dafür gibt, sie mit Gewalttätigkeiten in Verbindung zu bringen. 

Wir sehen in der Absage der Veranstalter eine Zensurmaßnahme und einen Verstoß  gegen die grundgesetzlich garantierte Meinungs- und Pressefreiheit und haben die  "Zamanand"-Veranstalter aufgefordert, Ihre Entscheidung zurückzunehmen.

Der Protestbrief an die Veranstalter des Zamanand-Festivals ist hier verlinkt (PDF)  

i.A. der Arbeitsgruppen „Frieden jetzt“ 

Brigitte Obermayer, Claus Schreer